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Musikverein Ommersheim e.V.

Die Tradition bewahren und mit der Zeit gehen!

Presse

Mandelbachtal, 15. Mai 2017

Pressebericht

zur Vorstellung des Projekts „Musik macht Schule“
mit gleichzeitiger Einladung zur ersten Präsentation beim Kinderkissenkonzert am Sonntag, 18. Juni 2017, um 15:00 Uhr, in der Saarpfalz-Halle in Ommersheim

• Kooperation des Musikvereins Ommersheim e. V. mit der Mandelbachtalschule in Ommersheim und der Kreisvolkshochschule des Saarpfalz-Kreises
• Neue Wege in der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen

Das Projekt „Musik macht Schule“ findet im Rahmen von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ statt und wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit Saarpfalzkultur e. V.

Wenn es in Ommersheim „Musik macht Schule“ heißt, versammeln sich 15 Mädchen und Jungen ohne Pauken, aber mit Trompeten, Klarinetten, Querflöten und anderen Blasinstrumenten in einem Klassenraum der Mandelbachtalschule. Dann hört man statt des Pausengongs ganz ungewohnte Töne. Im Februar 2017 startete das Kooperationsprojekt mit dem wohlklingenden Titel „Musik macht Schule“ für die Klassenstufen 5 und 6. Möglich wurde dies, weil der Musikverein Ommersheim mit seinem Konzept für eine innovative Musikausbildung sowohl bei den Verantwortlichen der Mandelbachtalschule als auch denjenigen der Kreisvolkshochschule (KVHS) des Saarpfalz-Kreises auf offene Ohren stieß. Durch die finanzielle Unterstützung des Regionalfonds von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“, einem Modellprojekt, das im Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ der Kulturstiftung des Bundes und vom Saarpfalz-Kreis gefördert wird, konnten nun diese neu entwickelten Wege in der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen beschritten werden. Einmal wöchentlich 90 Minuten lang unterrichten professionelle Musikpädagogen Schülerinnen und Schüler einer eigens gebildeten Musik-AG der Mandelbachtalschule an den von ihnen gewählten Instrumenten. Die Kooperationspartner, der Musikverein Ommersheim, die Mandelbachtalschule Ommersheim und die KVHS, bieten damit Kindern und Jugendlichen den niederschwelligen Zugang zu einer sinnvollen und nachhaltigen Freizeitgestaltung und setzen sich für den Erhalt der musikalischen Kultur in der Region ein.Der Jugendarbeit im Verein neuen Schwung zu verleihen und die Ausbildung der Nachwuchsmusiker auf eine breitere Basis zu stellen, ist ein großes Anliegen von Francesco Fontana, seit 2013 erster Vorsitzender des Musikvereins Ommersheim. Vorausgegangene Projekte wie die „Tage der Musik“ und Schulkonzerte des Polizeiorchesters des Saarlandes, die an der Grundschule Erfweiler-Ehlingen und der Mandelbachtalschule durchgeführt wurden, oder die musikalische Früherziehung in der Kita Arche Noah hatten den Verein und die öffentlichen Bildungseinrichtungen bereits mehrfach zusammengebracht.
Als sich im letzten Jahr die Chance bot, einen Projektantrag für eine Förderung im Regionalfonds des Projekts „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ zu stellen, erarbeitete der Vorstand des Musikverein Ommersheim ein umfassendes Konzept. Da sich der Alltag von Kindern und Jugendlichen verstärkt in der Schule abspielt, wurde die in Ommersheim beheimatete Mandelbachtalschule als Veranstaltungsort für das Projekt „Musik macht Schule“ ausgewählt, um Schülerinnen und Schülern aus der gesamten Region die Möglichkeit zu eröffnen, ein Musikinstrument zu erlernen und in der Gemeinschaft zu musizieren. Darüber hinaus verfolgen die Projektpartner das Ziel, den teilnehmenden Kindern eine attraktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Dauerte es bisher recht lange, bis sich die Jungmusiker im Schüler- und Jugendorchester trafen, so steht nun das regelmäßige gemeinsame Musizieren von Anfang an im Zentrum des Projekts. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Musikpädagogen und der Schule hat der Musikverein Ommersheim natürlich die große Hoffnung, gut ausgebildete und motivierte Nachwuchsmusiker gewinnen zu können und dadurch die musikalische Tradition und Kultur in der Region weiterführen zu können.

Der Musikverein Ommersheim e. V. besteht aus vier Orchestern, dem Großen Orchester, der Bayrischen Blaskapelle, dem Jugendorchester „Lautstark“ sowie dem Schülerorchester „Halbstark“, welches 2014 neu gegründet wurde. Damit gehört der Verein mit seinen über 80 Musikerinnen und Musikern und 480 Mitgliedern zu den größten und leistungsstärksten Orchestern im Saarland. Neben den regelmäßigen Proben, dem musikalischen Engagement im Dorf und den öffentlichen Konzerten ist die Jugendarbeit das wichtigste Betätigungsfeld des Vereins. Sechs ehrenamtlich tätige Jugendbetreuer lenken in Kooperation mit dem Vorstand die Geschicke des Jugend- und des Schülerorchesters. Über das gemeinsame Musizieren hinaus fördern regelmäßige Freizeitveranstaltungen, wie z. B. Musical-Besuche oder Probenseminare in Jugendherbergen, den Zusammenhalt in den Gruppen.

Die einzelnen Orchester des Musikvereins Ommersheim verfügen jeweils über einen musikalischen Leiter. Anna Hartz leitet das Schülerorchester „Halbstark“ und Nikolaus Burghard das Jugendorchester „Lautstark“. Dirigent des Großen Orchesters und der Bayrischen Blaskapelle ist Stefan Weber, der über ein Jahrzehnt als Chefdirigent des Bundespolizeiorchesters München aktiv war.

Mit dem Projekt „Musik macht Schule“ leitet der Musikverein Ommersheim e. V. einen neuen Abschnitt in der Jugendarbeit ein. Erste Erfolge können beim Kinderkissenkonzert am 18. Juni 2017, um 15:00 Uhr, in der Saarpfalz-Halle in Ommersheim bewundert werden, zu denen alle Interessenten und Musikfreunde herzlich eingeladen sind. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts „Musik macht Schule“, das Schülerorchester „Halbstark“ und das Jugendorchester „Lautstark“ sowie ihre Ausbilder freuen sich auf eine große Zuhörerschaft. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Vereins-Website unter www.mvommersheim.de.
(Text: Jörn Slotta, Simone Holt)

Zum Hintergrund:
Das TRAFO-Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“

Das Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit dem Verein Saarpfalzkultur e. V. Im Rahmen des Projekts werden in den Jahren 2016 bis 2020 Kultureinrichtungen in den sieben Kommunen des Saarpfalz-Kreises dabei unterstützt, innovative und zukunftsweisende Kulturangebote für die Region umzusetzen und neue Arbeitsweisen und Angebotsformate zu erproben. Durch die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg und mit der Beteiligung von kulturtreibenden Vereinen, Schulen, Kindergärten, Künstlerinnen und Künstlern sowie Wirtschaftsunternehmen soll die kulturelle Infrastruktur auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen der Region ausgerichtet werden.
Bei regelmäßig stattfindenden Runden Tischen kommen alle interessierten Kulturakteure der Region zusammen. Gemeinsam mit den bestehenden Kultureinrichtungen entwickeln sie Ideen und Projekte, durch die auch neue Kooperationen entstehen. So eröffnen Museen, Bibliotheken, Musik-, Kunst- und Volkshochschulen den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern einen Handlungsspielraum, erhöhen damit die Akzeptanz für ihr Haus und erhalten neue Impulse. Zwei Mal im Jahr können Anträge auf Förderung solcher Projekte durch einen extra eingerichteten Regionalfonds gestellt werden.
Das so genannte Transformationsbüro von „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ ist die zentrale öffentliche Anlauf-, Beratungs-, Vermittlungs- und Netzwerkstelle und zugleich ein Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen, Workshops u. Ä.
Um darüber hinaus andere Perspektiven zu gewinnen, werden jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten zu mehrwöchigen Künstlerresidenzen im Landkreis eingeladen. Vor Ort bearbeiten sie – nach Möglichkeit zusammen mit lokalen Akteuren – in künstlerischen Projekten Themen rund um den Transformationsprozess. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert.


Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“
Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen dabei, sich weiterzuentwickeln. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort werden Antworten gesucht, wie ein attraktives Kulturangebot in ländlichen und strukturschwachen Regionen in Zukunft aussehen und organisiert werden kann. In den Jahren 2016 bis 2020 werden deutschlandweit sechs Projekte in den Modellregionen Oderbruch, Südniedersachsen, Saarpfalz und Schwäbische Alb gefördert. Die dort bestehenden Theater und Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen zeigen, welche Potenziale in der Veränderung liegen. Mit kooperativen Ansätzen entwickeln sie Beispiele, wie Kultureinrichtungen in kleineren Städten zu zeitgemäßen, spannenden Lern- und Kulturorten werden.

Wer bei dem Wetter den Musikverein Ommersheim zu seinem Kirchenkonzert besucht, ist ein echter Fan, und davon waren viele gekommen. Auch wenn man auf zwei Welten stieß, draußen allerschönstes Frühlingswetter, drinnen ein paar Sonnenstrahlen, die zuerst nicht so richtig zu „Mythen und Legenden“ passten, so wusste der Zuhörer aber nach den ersten Takten des Orchesters, dass er alles richtig gemacht hatte.

Alleine die Moderation von Marc Bauer, einführend informativ und neugierig machend, ließ vergessen, warum man nicht doch einen Spaziergang vorgezogen hatte.

Es wäre müßig, über jedes Stück einzeln zu berichten, obwohl jede Musikerin und jeder Musiker und vor allem die professionell aufspielenden Solisten das verdient hätten. Dennoch vielleicht zu „Of Castles and Legends“ nur dies: Während der Interpretation des Stückes hatte man die einführenden Worte noch im Gedächtnis, so wurden die Ohren schon mit der sinfonischen Ausgestaltung überrascht, eine Gänsehaut war vorprogrammiert. Ein paarmal suchten die Blicke des Zuschauers auf einer Seite den Kontrabass, war man sich doch sicher einen gehört zu haben. Eine Geschichte musikalisch zu Bildern geformt, einfach klasse!

Genial einstudiert und dirigiert von Stefan Weber, es ist immer wieder ein Erlebnis, diesem Orchester zuhören zu dürfen.

So fragt man sich nach diesem Stück, was soll da noch kommen? Und es kam noch was: Mit dem „Concerto de Aranjuez“ ließ Volker Toussaint jedwede Erinnerungen an das Original mit Gitarre vergessen. Äußerst gefühlvoll und über der Sache stehend interpretiert und gleichzeitig musikalisch professionell gespielt, so muss es sein!

Das Konzert, bei dem Simon Hartz auf dem Altsaxophon seine Soli gewohnt perfekt präsentierte, ließ keine Wünsche offen, oder vielleicht doch einen, dass auch im kommenden Jahr dieses Kirchenkonzert eine Fortführung erlebt. rk

Passionskonzert des Musikvereins

Der Musikverein Ommersheim bei seinem Passionskonzert in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Aßweiler. Foto: Jörg Martin

von Jörg Martin - SZ vom 11.04.2017

Der MVO setzt auf Neues: mehr sinfonische Blasmusik denn ernster, tragender Stücke war entsprechend die Parole für den Programmzettel.

Mittlerweile hat sich das Passionskonzert, welches das Große Orchester des Musikvereins Ommersheim (MVO) seit einer Weile alljährlich veranstaltet, zu einer kleinen Tradition entwickelt. Bereits zum dritten Mal fand am Sonntagnachmittag das etwas andere Konzert in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Aßweiler statt. Im Blieskasteler Stadtteil deshalb, weil dort die Handhabung weniger kompliziert sei, sagte Moderator Marc Bauer anfangs. Kompliziert war das MVO-Programm nicht. Aber eben anders und mit einem nicht unerheblichem Anspruch.

Dem Anlass entsprechend völlig in schwarz gekleidet, waren die Musiker unter der Leitung von Stefan Weber, dieses Mal ein klein wenig von ihrer sonst üblichen Richtung abgekommen. Mehr sinfonische Blasmusik denn ernster, tragender Stücke, wie in den beiden Jahren zuvor, bestimmten dieses Mal das Programm. „Synergy Rising“ von Ryan Nowlin machte den Auftakt. Ein Stück, welches von einem US-Schulorchester zur Eröffnung eines Konzertsaals in Auftrag gegeben wurde. „Es ist an manchen Stellen verwirrend“, gab Marc Bauer vorab zu bedenken. Zusätzlich wünschte er dem Publikum viel positive Energie, weil es für ein Passionskonzert gegebenenfalls etwas unpassend wirken könnte. Dem Publikum schien es zu gefallen. Da passte auch das mit einer Folie improvisierte Feuergeräusch bei „Of Castles an Legends“ (Thomas Doss), welches das Treiben der Raubritter auf der Burg Kugelsberg symbolisierte. Eigentlich wurde „Concerto de Aranjuez“ von Joaquin Rodrigo, in einem Arrangement des früheren MVO-Dirigenten Thomas Becker, als Solokonzert für Gitarre geschrieben. Da der erste Trompeter, Volker Toussaint, das Saiteninstrument nicht ganz so gut beherrscht, spielte er sein Solo auf dem Flügelhorn. Ein mehr als passendes Stück für die Kirchenakustik. Es stellt das populärste Werk Rodrigos überhaupt dar. Trotz des sehr ernsten Themas, es handelt von der Totgeburt des Komponisten-Sohnes, ist das Werk beeindruckend. Diese Wirkung trafen die Ommersheimer gut. Die Aufführung kam bei den Besuchern an, wie sich am langen Applaus zeigte. Auch das Wehklagen eines Liebenden in Form des englisches Volksliedes „Greensleves“ passte gut ins Gotteshaus. Es sei eigentlich ein perfektes Weihnachtslied und gleichzeitig zu schade, dass man es das Jahr über nicht spiele, meinte Bauer. „Ja, Sie haben richtig gelesen“, gab der Ansager bei „Russian Christmas Music“ (Alfred Reed) bekannt, als er auf das Programmblatt hinwies. Gegen Ende würde es ein wenig laut. Das Kirchendach könne sich bei diesem Weihnachtslied durchaus heben. Ganz so heftig wurde es nicht. Doch man merkte, dass es sich um ein anspruchsvolles Stück handelte. Die Musikfreunde goutierten das Niveau mit einem besonders intensiven Applaus. Da passte zum Abschluss die Dramatik von „The Witch and the Saint“ von Steven Reineke mehr als gut ins Programm. Am Ende gab es stehende Ovationen, für die sich das Orchester mit dem „Pachelbel`s Canon“ revanchierte.

Foto: Nikolaus Burgard

Foto: Nikolaus Burgard

KinderKissenKonzert mit „starkem“ Nachwuchs

Was mit dem Projektorchester „LautStark“ und der Zusammenarbeit der Musikvereine aus Ommersheim, Oberwürzbach und Reichenbrunn angefangen hat, entwickelt sich zu einem festen Bestandteil für die Nachwuchsarbeit.
So fanden sich am Sonntagnachmittag über 200 Eltern mit Kindern, Omas und Opas in der Oberwürzbachhalle zusammen um zu erleben, was die mittlerweile 60 Kinder und Jugendlichen in den einzelnen Gruppen erlernt und aufgearbeitet haben.
Präsentiert von der Orchestervereinigung „Musik verbindet“ und dem Musikverein Ommersheim e.V. traten neben der Flötengruppe aus Oberwürzbach die Bläserklasse der Arnold-Rütter-Schule aus Erfweiler-Ehlingen und die Orchester „HalbStark“ und „LautStark“ auf.
Unter dem Motto „Helden und Legenden“ hatten die jeweiligen Dirigenten ihr Repertoire ausgesucht und so waren Melodien aus Star Wars, Die Unglaublichen, Dr. Who und anderen bekannten Filmen zu hören.
Es spricht für die Arbeit der einzelnen Vereine, dass diese Veranstaltung zunehmend an Attraktivität gewinnt und die Verantwortlichen schon im Kindergarten die Kinder für Musik begeistern können.

Helden unter uns

Der Musikverein Ommersheim spielte für Helden und zwar für die des täglichen Lebens. Auch wenn das Plakat eher eine andere Epoche suggerierte, waren doch die Menschen der Gegenwart gemeint.

In gewohnter professioneller Manier führte Marc Bauer dem Zuhörer vor jedem Stück den musikalischen Hintergrund vor Augen, so dass man dieselben getrost schließen konnte, um der Musik zu lauschen.

Und die Musik war von berauschender Qualität, das darf man einfach behaupten, die sehr seltenen minimalen Intonationsschwankungen haben daran nichts geändert.

Jede Musikerin, jeder Musiker hat für dieses Konzert die Rose verdient, die der „Held“ des Plakates symbolisch in der Hand hält.

Allen voran die vielen Solisten, die wirklich „heldenhaft“ gespielt haben und nicht zu vergessen der Musikalische Leiter Stefan Weber für die Zusammenstellung des Programmes. Ein wunderbarer Nachmittag in der Aßweiler Kirche, deren Akustik ihresgleichen sucht.

R. Kettenbaum

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STAR WARS und andere Köstlichkeiten

Francesco Fontana bedankt sich bei Kerstin Niklos

Der Musikverein Ommersheim zeigte sich an seinem traditionellen Konzert wieder von seiner besten Seite.
Mit drei Orchestern, davon über 50 Nachwuchsmusiker, konnte der Verein vor ausverkauftem Haus den Abend musikalisch gestalten. Durch die geschmackvoll illuminierte Halle und dem überlegten Bühnenaufbau entstand eine Konzertatmosphäre, die der Besucher gerne annahm.
Kerstin Niklos zeigte mit ihrem Schülerorchester ganz klar, wo der Weg hinführen soll. Hatten doch im letzten Jahr noch viele Kinder Blockflöte gespielt, so musizierten in diesem Jahr bis auf wenige Ausnahmen alle mit Blasinstrumenten und das hörte sich richtig gut an. Kerstin Niklos betreut nicht nur das Schülerorchrester "HalbStark", auf ihre Initiative wurde durch eine Kooperation mit der Grundschule in Erfweiler-Ehlingen auch eine Bläserklasse gegründet. Und dass in ihren Händen das Vereinsvermögen gut aufgehoben ist, weiß der 1. Vorsitzende Francesco Fontana nur zu gut. Als kleines Dankeschön gab es am Ende des Konzertes einen Blumenstrauß.

Das Jugendorchester "LautStark" reift unter seinem Dirigenten Nikolaus Burgard zu einem musikalisch gefestigten Klangkörper heran. Die von den Jugendlichen selbst durchgeführte Moderation gab den gut intonierten und sicher vorgetragenen Stücken eine persönliche Note. Und sollte jemand mal kurz weggenickt sein, so wurde er oder sie spätestens bei Phantom der Oper und dem Schrei von "Christine" von dem Sitz geholt.

Beim Blick auf das Plakat dieses Konzertes entdeckte der interessierte Besucher einen Hinweis, der Großes erwarten ließ. Zunächst nahm auch das Große Orchester Platz und zeigte mit seinen Beiträgen vor der Pause, dass die Erwartungen mehr als erfüllt wurden. Die sich anschließende aus fünf Sätzen bestehende STAR WARS TRILOGY wurde für ein Orchester arrangiert, welches auf höchstem Niveau musizieren kann. Der Schwierigkeitsgrad verlangt eigentlich nach professionellen MusikerInnen und so freute es den Zuhörer, dass das Orchester, dessen Mitglieder teilweise über ihre Grenzen hinweg spielten, diesen Gesamtklang erzeugen und von der Bühne zum Publikum vermitteln konnte.
Chapeau!
R. Kettenbaum

Viel Applaus für die Musiker

Mit gutem Ton in die Zukunft!
MVO startet Offensive in der Jugendarbeit
Musik begeistert, Musik fördert und Musik bringt Freu(n)de. Der Musikverein Ommersheim, einer der traditionsreichsten Musikvereine des Saarlandes, ist bekannt für seine leistungsstarken Orchester und ein hohes Maß an Kontinuität. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, schlägt der Verein neue Wege ein und baut seine Bemühungen im Bereich der Jugendarbeit weiter aus. Schon seit mehreren Jahren arbeitet der Musikverein Ommersheim mit verschiedenen Schulen der Gemeinde Mandelbachtal und dem Polizeiorchester des Saarlandes zusammen, um Kindern und Jugendlichen das Musizieren schmackhaft zu machen, Interesse an Blasmusik zu wecken und Talente zu fördern. Zuletzt veranstaltete der Musikverein Ommersheim einen „Tag der Musik“ an der Arnold-Rütter-Schule in Erfweiler-Ehlingen. Aufgrund der positiven Resonanz und dem breiten Interesse von allen Seiten entschloss sich die Vereinsführung die Kooperation mit der Schule und die Bemühungen bei der Jugendförderung auszubauen.

Unter dem Namen „Mit gutem Ton in die Zukunft!“ bietet der Musikverein Ommersheim seit diesem Schuljahr in Zusammenarbeit mit der Arnold-Rütter-Schule in Erfweiler-Ehlingen für Kinder im Grundschulalter ein überzeugendes Komplettpaket aus Einzelunterricht und Anfängerorchester an und unterstützt die Familien zusätzlich bei der Anschaffung und Finanzierung der Instrumente. Das Projekt ist auf etwa zwei Jahre angelegt und orientiert sich an den Zweit- und Drittklässlern der Grundschule. Wöchentlicher Instrumentalunterricht, der in Kleingruppen am Nachmittag oder im Anschluss an den Schulunterricht stattfindet, ist mit einer wöchentlichen Orchesterprobe im Rahmen einer Schul-AG in der 6. Schulstunde kombiniert. Gemeinschaftsförderne Aktivitäten runden das Gesamtkonzept ab. Betreuung, Instrumentalunterricht und Orchesterleitung werden von didaktisch und methodisch ausgebildeten Fachkräften übernommen. Der individuelle Fortschritt und die Entwicklung des Anfängerorchesters werden somit gewährleistet. Alle Leistungen, von der Schul-AG, der musikalischen Ausbildung bis hin zur Finanzierung des Instruments, belaufen sich auf ca. 40,00€ monatlich. Lehrer, Eltern und Dirigenten stimmen darüber ein, dass eine musikalische Ausbildung die Konzentrationsfähigkeit und Disziplin von Kindern fördert, Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Rücksichtnahme und Achtsamkeit vermittelt und gleichzeitig Freude und Freunde bringt. Deswegen arbeiten Schule und Verein Hand in Hand.

Nach etwa zwei Jahren sind die Kinder musikalisch bereits so weit vorangeschritten, dass sie entscheiden, ob sie den Sprung in ein ortsansässiges Jugend- oder Schülerorchester in der Gemeinde wagen. Im Falle des Musikverein Ommersheim sind dies das Schülerorchester „Halbstark“ und das Jugendorchester „Lautstark“. „Lautstark“ hat sich in den letzten Jahren zu einem leistungsstarken und modernen Jugendorchester entwickelt und ist über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt. Unter der Leitung von Nikolaus Burgard präsentieren die 30 Mädchen und Jungen das jugendliche Gesicht der Blasmusik. Das Jugendorchester „Lautstark“ bereitet die Jugendlichen darauf vor, später in das Große Orchester des Musikverein Ommersheim zu wechseln, wo etwa 50 Musikerinnen und Musiker mit großem Eifer symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau spielen. Weitere Informationen über das neue Jugendkonzept „Mit gutem Ton in die Zukunft!“ erhalten sie bei Kerstin Niklos und über die Homepage www.mvommersheim.de.
Das neu konzipierte Projekt „Mit gutem Ton in die Zukunft!“ bietet Kindern große Chancen auf musikalische Talentförderung, eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ein erlebnisreiches und attraktives Hobby. Den Eltern bietet der Musikverein Ommersheim mit dem Projekt organisatorische Erleichterung und finanzielle Entlastung. Der Musikverein Ommersheim ist froh über das große Interesse der Kinder und Familien der Arnold-Rütter-Schule in Erfweiler-Ehlingen und stolz auf seine jüngsten Musiker, die seit wenigen Wochen mit vollem Einsatz ihr Instrument erlernen. Nach wie vor steht der Musikverein Ommersheim aber jedem interessierten Musiker ob jung oder alt offen und freut sich über Zugänge an allen Instrumenten.